Freitag, März 02, 2007

Wölfe töten keine Wölfe. Vipern greifen keine Vipern an.
Nur in den verschiedenen Gruppierungen der menschlichen Gesellschaft
muss sich der Bruder vor dem Bruder hüten.

(Dean Koontz - "Trauma")

Dienstag, September 19, 2006

Ist schon komisch, wenn man plötzlich wirklich merkt,
was es heißt glücklich zu sein und wenn man dann erst weiß, dass man es vorher nie war.

Montag, August 14, 2006

Wenn Gefühle einen überwältigen

Wenn die Gedanken immer dieselben sind,
immer beim anderen.
Wenn der Abschied einem die Kehle zuschnürt.
Wenn man beinahe nur für die Momente lebt,
indenen man den anderen sieht.

Wie überwältigend kann ein Gefühl sein?
Nicht erdrückend.
Wie sehr, wie lang, kann man danach gesucht haben?
Schon immer?
Wie weh kann es dennoch bei Distanz tun?
Fast unerträglich.

Wenn man sich sicher ist,
nach allen Abwägungen, allem Nachdenken.
Sicher.
Wenn alles, was vorher war unwichtig erscheint,
dem Jetzt nicht einmal nahe kommt.
Wenn kaum Stunden vergangen sind,
seitdem man dem anderen in die Augen sah -
wenn nur wenige Tage zu überstehen sind -
wenn es einen trotzdem innerlich zerfrisst...
Wenn man von den Gefühlen überwältigt ist-
wenn man liebt.

Mittwoch, August 02, 2006

Im Gedanken bei einem guten Freund

Es gibt Personen, die in unser Leben treten, für einen kurzen Moment bleiben, einen Eindruck in unseren Herzen hinterlassen und wir sind nie wieder dieselben.

(unbekannt)

Believe in love. Believe in magic. Hell, believe in Santa Clause. Believe in others. Believe in yourself. Believe in your dreams. If you don't, who will?

(J. B. J. - Words of wisdom)

Donnerstag, Juli 06, 2006

Das Experiment Leben

Wieder gehen die Gedanken auf Wanderschaft.
Das Buch des Schicksals ist für unser Tun und Denken verantwortlich, alles geschieht,
weil es vorherbestimmt ist.
Mit diesem Glauben zu leben ist leicht.
Ich wundere mich, warum bestimmte Dinge geschehen,
warum Menschen in mein Leben treten und wieder raus.
Das Gefühl der Seelenverwandtschaft breitet sich aus.
Man trifft andere und die Grundlage ist sofort geschaffen.
Doch nicht Vorherbestimmung ist es, es ist der Weg.
Blickt man zurück erscheinen Dinge anders, man bereut vieles,
vermisst Dinge und Menschen - und doch das Jetzt ist genau das,
was wir uns ausgesucht haben, das was wir selbst für unser Leben bestimmten. Probleme, die sich hinziehen, die einen zur Verzweiflung treiben, Wendungen im Leben,
die so plötzlich kommen, dass man kaum die Zeit findet sich dessen bewusst zu werden,
Menschen, die in unser Leben treten, die verweilen, die wieder gehen,die zurückkommen.
Nicht wundern sollte ich mich, sondern freuen, dass mein Leben so läuft, wie ich es wollte. Mit allen Problemen und allen Hürden, mit allen Freuden und allen Menschen, die dazugehören.
Die Kettenreaktion, die ein kleiner Schritt auslöst, ist unaufhaltsam, längst bestimmt.
Nichts geschieht zufällig, aber auch das Schicksal ist es nicht,
das unser Leben lenkt - wir sind es selbst.

Freitag, Juni 23, 2006

Wandel

Unaufhaltsam.
Ungewollt und doch geschehen.
Der Wandel eines selbst,
der des Gegenüber,
der des am Nahestehendsten.
Unaufhaltsam.

Gibt es eine Rückkehr?
Der Weg ist gegangen,
der Pfad hinter einem verblasst.
Kein Weg zurück.

Unaufhaltsam der Wandel.
Ungewollt.
Die Schritte gegangen.
Unaufhaltsam, ungewollt.
Das Leben, wie es ist.

Montag, Juni 19, 2006

Das Leben, das ich selbst gewählt

Ehe ich in dieses Erdenleben kam
Ward mir gezeigt, wie ich es leben würde.
Da war die Kümmernis, da war der Gram,
Da war das Elend und die Leidensbürde.
Da war das Laster, das mich packen sollte,
Da war der Irrtum, der gefangen nahm.
Da war der schnelle Zorn, in dem ich grollte,
Da waren Haß und Hochmut, Stolz und Scham.

Doch da waren auch die Freuden jener Tage,
Die voller Licht und schöner Träume sind,
Wo Klage nicht mehr ist und nicht mehr Plage,
Und überall der Quell der Gaben rinnt.
Wo Liebe dem, der noch im Erdenkleid gebunden,
Die Seligkeit des Losgelösten schenkt,
Wo sich der Mensch der Menschenpein entwunden
als Auserwählter hoher Geister denkt.

Mir ward gezeigt das Schlechte und das Gute,
Mir ward gezeigt die Fülle meiner Mängel.
Mir ward gezeigt die Wunde draus ich blute,
Mir ward gezeigt die Helfertat der Engel.
Und als ich so mein künftig Leben schaute,
Da hört ein Wesen ich die Frage tun,
Ob ich dies zu leben mich getraute,
Denn der Entscheidung Stunde schlüge nun.

Und ich ermaß noch einmal alles Schlimme —
»Dies ist das Leben, das ich leben will!« —
Gab ich zur Antwort mit entschloßner Stimme.
So wars als ich ins neue Leben trat
Und nahm auf mich mein neues Schicksal still.
So ward ich geboren in diese Welt.
Ich klage nicht, wenns oft mir nicht gefällt,
Denn ungeboren hab ich es bejaht.

(Hermann Hesse)