Donnerstag, Dezember 15, 2005

Was, wenn die Welt schon einen Namen hatte?

Wir leben entweder mit dem Glauben daran, dass ein oder mehrere Götter den Menschen und die Welt erschaffen haben oder nach dem, was die Wissenschaft uns sagt, dass alles Leben aus kleinen Bakterien entstanden ist.
Doch kann es auch sein, dass das Leben sich immer und immer wiederholt? Vielleicht haben wir Bergen und Gewässern Namen gegeben, die vor unzähligen Jahren einen anderen hatten. Gemeint ist nicht Reinkarnation, sondern ein ewiger Kreislauf.
Es gibt eine Theorie, dass der Urknall sich immer und immer wiederholt, die Erde also zerstört wird und sich neu bildet. Wenn dies der Fall ist, dann muss ja irgendwas schon von Anfang an da gewesen sein.

Und was ist, wenn alles um uns herum wirklich lebt? Nicht nur die Pflanzen und Tiere, jeder Stein, jede Wolke.
Manche glauben, dass die Bibel recht hat und das Leben in einem Klumpen Lehm begann. Es heißt, dass Lehm über eine ganz besondere Molekularstruktur verfügt, in der Leben auch ohne organische Zusätze entstehen kann. Also kann es möglich sein, dass wir selbst in einer betonierten Großstadt von Leben umgeben sind, das wir nicht wahrnehmen. Berge könnten ein Bewusstsein haben und doch würden wir es nie bemerken. Wie soll man mit einem Geschöpf in Verbindung treten, dessen Gedanken ein Menschenalter währen? Wie mit einer Intelligenz reden, die so fremd ist, dass wir sie nicht einmal als lebende Kreatur erkennen?
Die Welt war vielleicht für etwas ganz anderes vorgesehen. Vielleicht auch genau für das, was sie ist. Doch sicher nehmen wir uns zuviel Recht heraus Dinge zu verändern, wie wir es wollen.

Aber der Kern des Gedankens ist immernoch, dass alles schon einmal war. Wer kann sagen, was vor den ersten Lebewesen war, ob die Entwicklung so verlief, wie man vermutet? Vielleicht hat sie Welt sich jedesmal selbst gereinigt und von vorne angefangen. Vielleicht sind wir auch nur ein weiterer Versuch den Planeten sinnvoll zu bevölkern. Kein Mensch kann sagen, wie oft dies ausprobiert wurde, wie oft ähnliche Wesen wie wir hier lebten oder wie oft ein Berg, eine Pflanze, ein Fluss einen Namen bekommen hat, den er nach Milliarden Jahren wieder verlor.
Jeder einzelne Moment ist kostbar, ganz egal,
wie großartig oder banal er sein mag,
denn er ist einmalig, jede Sekunde anders,
und jede unwiederbringlich, ist sie einmal verstrichen.